Women Talk Tech: Vom Quereinstieg zur Geschäftsführung
KUNO Insights

Women Talk Tech: Vom Quereinstieg zur Geschäftsführung

Author
Juliane Rauer
Team Assistant Operations
Date Published
April 10, 2026
Read time
4 Min

Women Talk Tech: Vom Quereinstieg zur Geschäftsführung

In einer Folge des Podcasts „Women Talk Tech“ war unsere  CEO und Geschäftsführerin Erica zu Gast im Gespräch mit Sade von Impala Search. Obwohl Erica nicht klassisch aus dem Tech-Bereich stammt, bringt sie wertvolle Einblicke in die Tech-Landschaft mit – gesammelt bei bekannten Start-ups und Technologieunternehmen. Das Gespräch war biografisch geprägt und gibt Zuhörer:innen Einblicke in ihren Werdegang, in persönliche Lebensweisheiten und in die Dynamik der Start-up-Welt.

👇 Hinweis: Die Podcast-Folge ist auf Englisch und auf Spotify verfügbar.  

Vom Hotelmanagement in die Start-up-Welt

Erica begann ihre Karriere im Hotelmanagement – in einer Branche, die auf den ersten Blick wenig mit HR und Payroll zu tun hat.

„Manchmal führt der Weg nicht geradeaus, sondern über Umwege. Aber genau diese Umwege sind es, die später einen Unterschied machen.“

Der Quereinstieg in den HR-Bereich eröffnete ihr die Möglichkeit, Prozesse und Menschen aus einer neuen Perspektive zu sehen. Später arbeitete sie bei Unternehmen wie DailyDeal GmbH, Rocket Internet SE und finleap GmbH und sammelte dort Einblicke in die Arbeits- und Entscheidungswelt von Tech-Start-ups.

Dynamiken im Tech-Start-up-Umfeld

Im Gespräch erläutert Erica typische Dynamiken in Start-ups und Technologieunternehmen: schnelle Entscheidungen, experimentelles Vorgehen, der Mut, Neues zu wagen. Ihre Haltung:

„Das Wichtigste, was ich dort gelernt habe: keine Vorurteile gegenüber Neuem zu haben. Einfach ausprobieren, auch wenn es nicht perfekt ist.“

Diese Haltung prägt ihren heutigen Führungsstil – nicht als Tech-Gründerin, sondern als HR-/Payroll-Expertin mit wertvollen Einblicken in die Tech-Landschaft.

Von der Tech-Welt zu KUNO

Das Unternehmen KUNO wurde ursprünglich von Katharina Jung gegründet. Mit der Umstrukturierung entwickelte sich Ericas Rolle als Geschäftsführerin – ungeplant, aber mit einem klaren Fokus: KUNO zu erhalten, weiterzuentwickeln und die Services zu sichern, die für Kund:innen so wertvoll sind.

„Viele Dinge, die ich in der Tech-Welt gelernt habe, habe ich bewusst in KUNO übertragen – zum Beispiel: schnell handeln, Strukturen pragmatisch aufbauen, offen bleiben für neue Wege.“

Für Erica spielte dabei auch das Team eine zentrale Rolle. Das starke Fundament des Mitarbeitenden-Teams galt es zu bewahren und weiterzuführen. Die Übernahme der Geschäftsführung kam zwar ungeplant, prägte aber ihren unternehmerischen Weg und zeigte, wie sich Erfahrungen aus unterschiedlichen Stationen sinnvoll verbinden lassen – und wie sich Wege ganz unverhofft entwickeln und neue Stärken offenlegen können.

Frauen in Führungspositionen

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war das Selbst- und Rollenverständnis von Frauen in Führungspositionen. Erica spricht über den Wandel:

„Das Selbstbewusstsein von Frauen hat sich verändert – heute trauen sich viele mehr zu, sie unterstützen sich gegenseitig, und das macht einen echten Unterschied.“

Gegenseitige Unterstützung („Women supporting Women“), Netzwerke und eine offene Haltung gegenüber Karrierewegen sind für sie wichtige Bausteine ihrer Führungsperspektive.

Netzwerke & gemeinsames Lernen

Netzwerke wie Tomorrow Belongs to Her von Vessela Krissel, sind zentrale Orte für Austausch, Inspiration und Empowerment. Erica hebt hervor:

„Communities wie Tomorrow Belongs to Her schaffen Verbindungen, die weit über reinen Austausch hinausgehen. Sie geben Kraft, Inspiration und Mut.“

Erfahrungen anderer – ob gut, herausfordernd oder ganz anders als die eigenen – bieten neue Blickwinkel und Impulse, die man in den eigenen Weg integrieren kann. Unser Unternehmen KUNO unterstützt regelmäßig Events und Communities, die einen Impact für Frauen haben oder Themen in der HR-Welt adressieren – oder andere wichtige gesellschaftliche Themen, die uns bei KUNO wichtig sind.

Persönliche Haltung & Learnings

Erica gibt im Podcast auch persönliche Einblicke – etwa in ihr Familienleben und wie sich Berufs- und Privatleben gegenseitig prägen. Ein Leitgedanke lautet: Mut, Neues auszuprobieren – auch bei Unsicherheit. Ihre Frage:

„What’s the worst thing that can happen to me?“

wird zur Haltung.

Austausch, Selbstreflexion und der Blick auf Erfahrungen anderer sind für sie zentrale Treiber. Eines ihrer Lieblingszitate:

„Experience is what you get when you didn’t get what you wanted.“

Diese Haltung prägt nicht nur ihren Werdegang, sondern auch die Botschaft, die sie weitergibt: offen sein, Neues probieren, Quereinstiege zulassen und Fehler als wertvolle Erfahrung sehen.

Warum diese Folge sich lohnt

Für Leser:innen aus Start-ups, Scale-ups und KMUs bietet dieses Interview – obwohl nicht technisch orientiert – wertvolle Impulse: Quereinstieg, Führung ohne klassischen Tech-Background, Rollenwechsel, Netzwerkdenken. Wer sich mit HR, Payroll oder Unternehmensstruktur beschäftigt, erhält eine CEO-Perspektive geprägt von Pragmatismus, Veränderungsbereitschaft und Teamfokus.

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Offsites lösen keine Probleme – aber sie können Teams stärken

Natürlich ersetzt ein Team-Event keine gute Führung, keine gesunden Prozesse und keine funktionierende Unternehmenskultur.

Offsites lösen keine strukturellen Konflikte und machen aus jedem Team automatisch ein „Perfect Match“.

Trotzdem können sie etwas schaffen, das im Alltag oft verloren geht: Nähe.

Nicht im privaten Sinne, sondern im menschlichen.

Gerade in Arbeitswelten, die zunehmend digital, schnell und stark getaktet sind, ist gemeinsame Zeit außerhalb des Tagesgeschäfts für viele Teams wichtig und relevant.

Nicht als künstliches Teambuilding oder weil plötzlich alle beste Freund:innen werden müssen. Sondern weil Zusammenarbeit häufig besser funktioniert, wenn Menschen sich nicht ausschließlich zwischen Meetings, Tickets und Deadlines begegnen.

Manchmal reicht genau das bereits aus, um ein Team langfristig spürbar zu stärken.

 

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Prozesse dokumentieren – auch mit Unterstützung von KI

Ein weiterer praktischer Hebel zur Reduzierung von Compliance-Risiken ist eine bessere Dokumentation von Prozessen.

Viele HR-Abläufe funktionieren im Alltag sehr gut, sind aber nie formal beschrieben worden. Erst wenn eine externe Prüfung stattfindet oder neue Teammitglieder eingearbeitet werden müssen, wird deutlich, wie viel Wissen implizit im Team vorhanden ist.

Hier können KI-Tools eine sinnvolle Unterstützung sein, um Prozesse schneller zu strukturieren und erste Dokumentationen zu erstellen. Sie können beispielsweise helfen,

  • bestehende Abläufe in Prozessschritte zu übersetzen
  • erste Standard Operating Procedures (Standardarbeitsanweisungen) zu formulieren
  • Workflows und Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen
  • Dokumentationsentwürfe zu strukturieren

Wichtig ist dabei selbstverständlich, dass keine personenbezogenen oder sensiblen Daten in solche Tools eingegeben werden und Datenschutzanforderungen eingehalten werden.

Der entscheidende Punkt ist: Prozesse müssen nicht perfekt dokumentiert sein, um hilfreich zu sein. Schon eine erste strukturierte Beschreibung schafft Transparenz und reduziert langfristig das Risiko, dass Wissen nur im Kopf einzelner Personen vorhanden ist.

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